Pressemitteilung vom 28. Mai 2017

NABU-Kreisverband Saalfeld-Rudolstadt e.V.:

 

 

NABU-Empfehlung gegen geplante Windvorranggebiete

 

 

Der NABU-Kreisverband Saalfeld-Rudolstadt begrüßt die Thematisierung der geplanten Windvorranggebiete bei der kommenden Sitzung des Kreistages. Der NABU-Kreisverband empfiehlt den Mitgliedern des Kreistages sich gegen die Ausweisung von W-32 – Großkochberg, W 33 - Sundremda/Thälendorf, W-34 – Gräfenthal und die Erweiterung von W-31 – Remda-Teichel/Treppendorf zu positionieren.

 

Eine besondere Verantwortung sieht der NABU beim Landratsamt als Untere Immissionsschutzbehörde. „Bis zur abschließenden Inkraftsetzung des geänderten Regionalplanes für Ostthüringen dürfen keine Genehmigungen für Windkraftanlagen erteilt werden, auch nicht nach einer Einzelfallprüfung“ heißt es in einer Pressemitteilung.

 

Die Ausweisung der vier Gebiete für Windvorrangnutzung ist mit gültigen raumordnerischen Festsetzungen des geltenden Regionalplanes Ostthüringen und seines Umweltberichtes nicht vereinbar. Diese liegen in besonders bedeutsamen vielfältigen Landschaftsräumen, die wenig durch Infrastruktur und Besiedlungsdynamik beeinträchtigt und als unzerschnittene

störungsarme Räume ausgewiesen sind.

 

Der Standort bei Gräfenthal liegt am Grünen Band, das als durchgängiges Biotopverbundelement erhalten und für einen umwelt- und naturverträglichen Tourismus entwickelt werden soll.

 

Die Umweltauswirkungen dieser vier vorgeschlagenen Windvorranggebiete wurden unzureichend ermittelt und bewertet. Die Auswirkungen auf die Natura 2000-Gebietskulisse sind erheblich, kritisiert der NABU. Es existieren Betroffenheiten von angrenzenden Vogelschutzgebieten und deren Schutzzielen. Dazu zählen windkraftsensible Arten wie Rotmilan, Uhu und Schwarzstorch.

 

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