Pressemitteilung vom 08. August 2013

NABU-Kreisverband Saalfeld-Rudolstadt e.V.:  

 

 

 

Rinnsal als Stromspeicher?

 

 

NABU-Kreisverband Saalfeld-Rudolstadt e.V. und die Jägerschaft Saalfeld und Umgebung e.V. lehnen das zwischen Schweinbach und Unterloquitz geplante Pumpspeicherkraftwerk Leutenberg ab. In einer gemeinsamen Pressemitteilung weisen beide Naturschutzverbände auf das unzureichende Wasserdargebot des Schweinbaches hin. Derzeit gleicht der Schweinbach einem Rinnsal. In großen Teilen des Jahres hat er nur eine sehr geringe Wasserdurchflussmenge.

 

Der Schweinbach besitzt nur ein kleines Wassereinzugsgebiet. Das Oberbecken und die unterirdischen Kraftwerksanlagen
werden im Quellgebiet des Schweinbaches gebaut. Es besteht dadurch die Gefahr, dass man sich selbst das Wasser abgräbt, so beide Verbände. Die Oberflächenverdunstung von Ober- und Unterbecken kann durch das Schweinbachwasser nicht kompensiert werden.

 

Die STRABAG erwägt Wasser aus der Loquitz heranzupumpen. Dies führt in diesem bisher von großen Stauanlagen verschonten Fluss zu gravierenden Eingriffen. Die Fließgewässerdynamik wird beeinträchtigt und die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie gefährdet.

Das Land Thüringen plant Maßnahmen zur Verbesserung der Durchgängigkeit und des ökologischen Zustandes in der Loquitz zwischen Unterloquitz und Hockeroda.

 

Der Standort zwischen Unterloquitz und Schweinbach ist für ein Pumpspeicherkraftwerk ungeeignet. Das Wasserangebot reicht nicht aus und es werden wertvolle Lebensräume vernichtet, so NABU und Jägerschaft Saalfeld und Umgebung.

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